Saturday, 2 December 2023

The memorable event on March 5th and 6th, 1848 in Niederstetten (2)

This would be a very long post if I put all this document into this.  So I have split it into three.  I have copied and translated an article about Niederstetten in 1848 by Friedrich Mündlein.  Here is some information about F Mundlein

https://www.fnweb.de/orte/niederstetten_artikel,-niederstetten-creglingen-im-loewen-wurde-geschichte-gemacht-_arid,563389.html

B. Der Gewaltakt

B. The act of violence

Mit der Zeit wurde die politische und soziale Lage immer angespannter. So mancher in Niederstetten dürfte jetzt auch mitbekommen haben, dass sich da etwas zusammenbraut.

Over time, the political and social situation became increasingly tense. Some people in Niederstetten may have noticed that something is brewing.

 

Da kam auf einmal aus Paris eine schlimme Nachricht. Vom 22. bis 24. Februar 1848 gingen dort Arbeiter, Studenten, dazu auch die Nationale Garde auf die Straße, um für das allgemeine Wahlrecht zu demonstrieren. Es kam zu Barrikadenkämpfen. König Louis Philippe, der seit 1830 regierte, wurde wegen seiner antidemokratischen Haltung und seiner Begünstigung des Großbürgertums und noch nicht durchgeführter Reformen gestürzt. Durch diese „FebruarRevolution“ wurde Frankreich wieder Republik

Suddenly bad news came from Paris. From February 22nd to 24th, 1848, workers, students and the National Guard took to the streets to demonstrate for universal suffrage. There were barricade fights. King Louis Philippe, who had ruled since 1830, was overthrown because of his anti-democratic stance and his favoring of the upper bourgeoisie and his failure to implement reforms. Through this “February Revolution” France became a republic again

 

Das wirkte wie ein Fanal auf die Menschen in Deutschland, vor allem aber auf jene im deutschen Südwesten. Wie ein Lauffeuer verbreitete sich hier diese aufregende Neuigkeit. Es dauerte noch nicht einmal eine Woche bis auch die Menschen in Hohenlohe in helle Begeisterung gerieten, und in Niederstetten wurden die Menschen von dieser Aufbruchsstimmung erfasst.

This acted like a beacon for the people in Germany, but especially for those in the German southwest. This exciting news spread like wildfire. It didn't even take a week for the people in Hohenlohe to become very enthusiastic, and in Niederstetten the people were caught up in this spirit of optimism.

 

Jetzt forderten auch hier wortgewaltige Redner Verfassungs-, Meinungs-, Presse-, Versammlungs- und Vereinsfreiheit und nicht zuletzt die Befreiung von sämtlichen Feudallasten, die schon so viel Widerwillen erregt hatten. Dabei waren die Wirtshäuser die idealen Orte für die Übermittlung und Weiterverbreitung dieser Neuigkeiten. Unter den Gasthäusern in Niederstetten dürfte die „Krone“ eine ganz besondere Rolle gespielt haben, weil sich hier vor allem die jungen Leute immer wieder trafen.

Now here too, eloquent speakers called for freedom of the constitution, freedom of opinion, freedom of the press, freedom of assembly and association and, last but not least, freedom from all feudal burdens that had already aroused so much disgust. The taverns were the ideal places for the transmission and dissemination of this news. The “Krone” probably played a very special role among the inns in Niederstetten because young people in particular met here again and again.

 

Die Menschen wurden geradezu ermutigt, dem französischen Vorbild zu folgen. In nicht wenigen Gemeinden kam es schon zu den ersten Erhebungen.

People were actually encouraged to follow the French model. The first surveys have already taken place in quite a few communities.

 

Obwohl in Niederstetten schon seit vielen Tagen eine gereizte Atmosphäre vorherrschte und es überall in Hohenlohe bereits rumorte, mussten noch weitere entscheidende Umstände hinzukommen, damit es zu derartigen schlimmen Ausschreitungen überhaupt hatte kommen können.

Although there had been a tense atmosphere in Niederstetten for many days and there was already rumblings everywhere in Hohenlohe, there had to be other crucial circumstances in order for such serious riots to have occurred.

 

Am Montag, den 6.März 1848 wurde in Niederstetten ein Viehmarkt abgehalten. (Anmerkung: Gemäß der Beschreibung für das Oberamt Gerabronn von 1847, Seite 173, wurden in Niederstetten in jedem Jahr „4 Krämer- und 6 Viehmärkte abgehalten, von denen die letzteren von großer Erheblichkeit sind, in dem in einem Jahr schon 1600 Stück Vieh zum Verkauf kamen.“) Dies hatte Niederstetten in erster Linie den zahlreichen jüdischen Viehhändlern zu verdanken, die hier und in der Region sesshaft waren.

On Monday, March 6th, 1848, a cattle market was held in Niederstetten. (Note: According to the description for the Oberamt Gerabronn from 1847, page 173, “4 grocers' and 6 livestock markets were held in Niederstetten every year, the latter of which are of great importance, in which 1,600 head of cattle were sold in one year Niederstetten owed this primarily to the numerous Jewish cattle traders who were settled here and in the region.

 

Da die Frühjahrsarbeiten in der Landwirtschaft noch nicht begonnen hatten, gaben sich normalerweise viele Menschen aus nah und fern hier ein Stelldichein. Man will vor allem sehen und gesehen werden und dabei Erfahrungen und Meinungen austauschen.

Since the spring agricultural work had not yet begun, many people from near and far usually gathered here. Above all, you want to see and be seen and exchange experiences and opinions.

 

Einen Monat zuvor , am 2.Februar, war Lichtmess, der Zahl- und Ziehtag für Dienstboten. Normalerweise wurde auch an diesem Tag ein Krämermarkt in Niederstetten abgehalten. Wer noch auf der Suche nach einer Stelle war, hatte jetzt noch beim Pferdemarkt die Möglichkeit einen neuen Arbeitsplatz zu finden.

A month earlier, on February 2nd, was Candlemas, the pay and drawing day for servants. Normally a grocer's market was held in Niederstetten on this day. Anyone who was still looking for a job now had the opportunity to find a new job at the horse market.

 

Das ganze Marktgeschehen spielte sich hauptsächlich zwischen dem Rathaus (dort ist heute der Le-Plessis-Bouchard-Platz, vor dem Sanitärgeschäft Keppler) und dem Marktplatz mit dem Gasthaus „Krone“ und bis in die Lange Gasse ab. Hier wurden auch das Vieh vorgeführt, verkauft und gekauft und dann der Handel zuweilen bei einem leidenschaftlichen Disput zum Abschluss gebracht Hinterher wurde dann alles in den Gaststätten mit reichlich Alkohol begossen.

The whole market activity took place mainly between the town hall (that's where Le-Plessis-Bouchard-Platz is today, in front of the Keppler plumbing store) and the market square with the “Krone” inn and up to Lange Gasse. Here the cattle were also presented, sold and bought and then the deal was sometimes concluded with a passionate dispute. Afterwards everyone in the restaurants was doused with plenty of alcohol.

 

Die ersten Gäste dürften sich schon am Sonntag, den 5.März 1848 im Verlaufe des späteren Nachmittags eingefunden haben, so dass am frühen Abend die „Krone“ bis auf den letzten Platz besetzt war Darunter dürften auch jene gewesen sein, die gekommen waren, um ihren aufgespeicherten Ärger und ihre berechtigte Unzufriedenheit über die gegenwärtige politische und soziale Lage Luft zu machen.

The first guests probably arrived on Sunday, March 5, 1848, later in the afternoon, so that by early evening the “Krone” was full to the last seat. These were probably also those who had come to to vent their stored up anger and their justified dissatisfaction with the current political and social situation.

 

Dem 30jährigen Kronenwirt Friedrich Schumm kam das alles sehr gelegen. Er war nun sehr bemüht eine volles Gasthaus zu bekommen, und dazu war eine vergnügliche Festlichkeit am Sonntagabend gerade recht. Es lässt sich jetzt darüber spekulieren, ob jetzt der „Fritzen -Tag“, den er einfach vom Freitag, den 3.März auf den Sonntag verlegt hatte, der eigentliche Anlass dazu war. Dies lässt durchaus den Schluss zu, dass sich hier vor allem viele junge Leute eingefunden haben. (Noch in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts bestand bei den einheimischen Gastwirten, mit dem Vornamen „Friedrich“ die Gepflogenheit, am 3.März, der ja in den Kalendern den Tagesnamen Friedrich hat, zu einem lustigen Beisammensein einzuladen.)

This all came in handy for 30-year-old Kronenwirt Friedrich Schumm. He was now trying very hard to get a full inn, and a fun celebration on Sunday evening was just the thing. It can now be speculated as to whether the “Fritzen Day”, which he simply moved from Friday, March 3rd to Sunday, was the actual reason for this. This certainly leads to the conclusion that a lot of young people in particular have come here. (Even in the first half of the last century, local innkeepers with the first name “Friedrich” had the custom of inviting people to a fun get-together on March 3rd, which has the day name Friedrich in the calendars.)

 

Bei nicht allen Anwesenden dürfte es nicht so recht zu einer ausgelassenen, sondern mehr zu einer gedrückten Stimmung gekommen sein In erster Linie drehten sich die Gespräche um die derzeitigen allgemeinen wirtschaftlichen, politischen und sozialen Gegebenheiten, aber auch um die alltäglichen persönlichen Sorgen und Nöte und was jetzt geschehen sollte, um diesem Übelstand möglichst rasch und wirksam abzuhelfen. Bei der angespannten, wenn nicht schon zugespitzten Atmosphäre hatte schon fast jeder im Ort geahnt, dass etwas in der Luft liegen musste .

For not everyone present, the mood was not really exuberant, but rather depressed. First and foremost, the conversations revolved around the current general economic, political and social circumstances, but also about everyday personal worries and needs and whatnot should happen now in order to remedy this problem as quickly and effectively as possible. Given the tense, if not tense, atmosphere, almost everyone in town had suspected that there must be something in the air.

 

In der „Krone“ waren alle Anwesenden gegen Gessler sehr aufgebracht. Er hatte sich gegenüber diesen jungen Leuten eine böse Entgleisung geleistet, wodurch diese sich jetzt gedemütigt fühlen mussten, denn „er und sein Adlatus Höppel hätten durch besondere Schärfe im Einzug von Rückständen die Leute aufs äußerste erbittert“. Damit waren diese beiden – vielleicht ohne Wissen ihres Dienstherren - in ihrem Vorgehen sehr eigenmächtig und rücksichtslos und haben so die ohnehin heikle Situation auf die Spitze getrieben.12 Jetzt war der überwiegende Teil geradezu auf Heimzahlung erpicht.

In the “Krone” everyone present was very angry against Gessler. He had made a bad mistake towards these young people, which meant that they now had to feel humiliated because “he and his adlatus Höppel had embittered the people to the extreme by being particularly harsh in collecting residues”. In doing so, these two - perhaps without the knowledge of their employer - were very high-handed and ruthless in their actions and took the already delicate situation to the extreme.12 Now the majority of them were eager to get paid back.

 

Vielleicht hatte nun der übermäßige Alkoholgenuss bei einigen dazu beigetragen, dass die Unterhaltung im Verlauf des Abends immer mehr auf die verhassten Feudalabgaben und auf Gessler gelenkt wurde. Jetzt war der Zeitpunkt gekommen, wo sich ein Unruhestifter breitbeinig auf einen Tisch platzierte und lautstark einige der bekannten politischen Parolen den Zuhörern an den Kopf schleuderte und forderte, Gessler einen gehörigen Denkzettel zu erteilen und zugleich ein Exempel zu statuieren und „ das geht nur, wenn er noch heute eine ordentliche Tracht Prügel bekommt.“ Die Reaktion blieb nicht aus. Schon schickten sich die Ersten an das Lokal zu verlassen Mehrere schlossen sich diesen an. Dazu gesellten sich noch Etliche auf dem Marktplatz. Ein paar Lautstarke dürften auch aus dem nahen, ebenfalls an den Marktplatz angrenzenden „Ochsen“ (heute Filiale der Kreissparkasse) und den anderen Gaststätten gekommen sein, so dass gegen 22.00 Uhr eine Meute von 20 bis 30 Radau- und Rabatzmacher (an anderer Stelle ist sogar von 100 Menschen die Rede) die Lange Gasse hinaufzog, um Gessler zu fassen. Dabei warfen sie so lautstark mit den bekannten Schlagworten um sich, dass sie fast jedermann in dem kleinen Ort mitbekam. Da war zu hören: „Nieder mit Höhenlohe“, „Nieder mit Gessler“, „Es lebe die Republik“, „Es lebe die Pressefreiheit“, aber auch „Es lebe der König“. Einige werden sich nur deshalb daran beteiligt haben, weil sie hofften in der Dunkelheit nicht erkannt zu werden. Eine Straßenbeleuchtung hat es ja damals nicht gegeben.

Perhaps the excessive consumption of alcohol by some people had contributed to the fact that as the evening progressed the conversation was increasingly directed towards the hated feudal levies and Gessler. Now the time had come when a troublemaker sat down on a table with his legs apart and loudly hurled some of the well-known political slogans at the listeners and demanded that Gessler be given a proper lesson and at the same time set an example and “that only works if "He's going to get a good beating today." The reaction wasn't lacking. The first people were already preparing to leave the restaurant. Several people joined them. There were also a number of people on the market square. A few loud people may have also come from the nearby “Ochsen” (today a branch of the Kreissparkasse) and the other restaurants, which is also adjacent to the market square, so that around 10 p.m. there was a crowd of 20 to 30 rowdy and rabid makers (elsewhere). There was even talk of 100 people) who went up Lange Gasse to catch Gessler. They threw around the well-known catchphrases so loudly that almost everyone in the small town heard them. You could hear: “Down with Höhenlohe”, “Down with Gessler”, “Long live the Republic”, “Long live freedom of the press”, but also “Long live the King”. Some may have only taken part because they hoped not to be recognized in the darkness. There were no street lights back then.

 

Sehr schnell fanden sich auf beiden Seiten der Langen Gasse Schaulustige in wachsender Zahl ein, auf welche der ganze Spektakel fast eine Euphorie ausgelöst hatte Auch Johann Georg Bauer war als Sympathisant darunter. .

Very quickly, increasing numbers of onlookers gathered on both sides of the Lange Gasse, and the whole spectacle almost caused euphoria. Johann Georg Bauer was also among them as a sympathizer. .

 

Gerade die Söhne besser situierter Bürger, die hauptsächlich die Feudallasten zu tragen hatten, ermutigten die Ärmeren zur Demonstration, denn jene bekamen für ihre Frondienste keine Entlohnung

The sons of better-off citizens, who mainly had to bear the feudal burden, encouraged the poorer people to demonstrate, because they received no remuneration for their forced labor

 

Für den Landjäger war es jetzt unmöglich hier einzugreifen. Es hat den Anschein, dass das ganze Geschehen eine im voraus abgesprochene Sache war

It was now impossible for the Landjäger to intervene here. It appears that the whole event was a pre-arranged affair

 

Als die ganze Rotte am Hause von Gessler angekommen war, wurden dort einige Fensterscheiben eingeschlagen, um ihn herauszulocken(Heute befindet sich an dieser Stelle eine Schlecker-Filiale und ein Baumarkt). Gessler jedoch ließ sich nicht blicken. So zogen sie zum Schloss Haltenbergstetten, zündeten das Strohdach der Eisgrube an, in der Absicht ihn aus dem Domänen-Kanzleigebäude herauszulocken und so seiner habhaft zu werden. Dann warfen sie im Haus des Rentamtmann Riegel (heute Wohnung von Prinz Johannes, Schloss 3) 44 Scheiben ein.13 Dieser musste daraufhin die Flucht ergreifen. Auch hier glückte ihr böses Vorhaben nicht. Zur gleichen Zeit hatte sich Gessler im „Adler“ aufgehalten. (In dieser Gaststätte verkehrte normalerweise der Standesherr und auch seine Bediensteten.) Als Gessler den Brand sah, wollte er sofort zum Schloss hinauf, doch die anwesenden Gäste hielten ihn gewaltsam davon ab.

When the whole gang arrived at Gessler's house, some windows were broken to lure him out (today there is a Schlecker branch and a hardware store at this location). Gessler, however, did not show up. So they went to Wartenbergstetten Castle, set fire to the thatched roof of the ice pit, with the intention of luring him out of the domain office building and thus getting hold of him. They then threw 44 windows into the house of the rent bailiff Riegel (today Prince Johannes's apartment, Castle 3).13 He then had to flee. Here, too, her evil plan did not succeed. At the same time, Gessler was staying at the “Adler”. (The nobleman and his servants usually frequented this restaurant.) When Gessler saw the fire, he immediately wanted to go up to the castle, but the guests present violently stopped him.

 

Als das Dach abgebrannt war, hatte sich das Gros der Meute eilends den Schlossberg hinab und über die Lange Gasse an der Wohnung von Gessler vorbei davongemacht. Dort flogen wieder Steine. Anschließend fanden sich diese Übeltäter nochmals in der „Krone“ zusammen, um noch weitere Alkoholika zu vertilgen Danach zogen sie wieder zum Haus von Domänenrat Gessler. Lt. seinem Brief vom 22. März 1848 an das Königliche Criminalamt in Stuttgart haben die Randalierer mit Steinen und Holzscheiten viele Fensterscheiben eingeworfen und unter viel Gebrüll die eisenbeschlagene Haustüre zerschmettert. Sie sind aber nicht in die Wohnung eingedrungen und haben nichts mitgenommen. Dabei wurde sein Haus von drei Seiten umstellt. An die vierte Seite konnten sie nicht kommen. Wutentbrannt wollte Gessler, der kurz zuvor wieder nach Hause gekommen war, noch zur Schusswaffe greifen, doch er wurde umgehend von einem Dienstboten davon abgehalten. So konnte er gerade noch durch das Küchenfenster in den Garten entkommen und sich in einer Bäckerei auf der anderen Seite der Langen Gasse vor der wütenden Menge in Sicherheit bringen - an dieser Stelle befindet sich jetzt der Salon Grotsch -, wo er sich mit seinen Angehörigen bis morgens 7.00 Uhr aufhielt und dann mit den Seinen die Flucht in Richtung Bayern ergriff.14 Kurz vorher hatte er sich nochmals in seiner Wohnung umgesehen.

When the roof burned down, the majority of the pack hurriedly made their way down the Schlossberg and along Lange Gasse past Gessler's apartment. Stones were flying there again. These evildoers then gathered again in the “Krone” to consume more alcohol. Afterwards they moved back to the house of Domain Councilor Gessler. Lt. According to his letter dated March 22, 1848 to the Royal Criminal Police Office in Stuttgart, the rioters smashed many windows with stones and logs and, while shouting, smashed the iron-clad front door. But they didn't break into the apartment and didn't take anything with them. His house was surrounded on three sides. They couldn't get to the fourth side. In a rage, Gessler, who had recently returned home, wanted to grab the gun, but he was immediately stopped by a servant. So he was just able to escape through the kitchen window into the garden and find safety from the angry crowd in a bakery on the other side of Lange Gasse - this is where the Salon Grotsch is now located - where he met with his relatives at 7:00 a.m. and then fled with his people towards Bavaria.14 Shortly before, he had looked around his apartment again.

 

Es war klug von Gessler, dass er sich rechtzeitig in Sicherheit gebracht hatte, so blieb er von Schrammen und Blessuren verschont, und bei seinen Verfolgern kam es nicht zum Straftatbestand der Körperverletzung

It was smart of Gessler to get to safety in time, so he was spared from scratches and injuries, and his pursuers did not commit the offense of bodily harm

 

Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen. Es dauerte nicht lange, bis ein heimischer Spaßvogel, der vermutlich die entsprechende „Außeneinrichtung“ im Schloss Weikersheim schon gesehen hatte, folgenden amüsanten Spottvers in Umlauf brachte15:

Whoever has the damage does not have to worry about the ridicule. It didn't take long until a local joker, who had probably already seen the corresponding "outdoor furnishings" in Weikersheim Castle, circulated the following amusing mocking verse15:

 

„Und der Herr Domänenrat,

der uns so beschissen hat,

schlüpft jetzt durch ein Abtrittsloch

Freiheit, Gleichheit, vivat hoch!“

“And the domain councilor,

who screwed us so badly,

now slips through a vent hole

Freedom, equality, live high!”

 

Aus verständlichen Gründen hatte Gessler diesen „Notausgang“ zu keiner Zeit benutzt. Seine Magd, die ihm unmittelbar hinterher gefolgt ist, eilte schnurstracks zum Stadtschultheißen, doch der hat sie mit der Bemerkung: “Ich bin ja auch meines Lebens nicht mehr sicher“ abgewiesen

For understandable reasons, Gessler never used this “emergency exit”. His maid, who followed him immediately, rushed straight to the town mayor, but he turned her away with the remark: “I'm no longer sure of my life either.”

 

Nach all diesen Vergehen gaben diese Missetäter noch lange nicht klein bei. Sie hofften immer noch Gessler aufgreifen zu können.

After all these crimes, these perpetrators did not back down. They still hoped to pick up Gessler.

 

Jetzt war das Fürstliche Rentamt an der Ostseite des Schlosses das Objekt ihrer Aggressionen. Dort waren nämlich die herrschaftlichen Grundbücher deponiert, in denen die Abgaben an die Standesherrschaft ausgewiesen sind, die zusätzlich zu den Staatssteuern geleistet werden mussten. Da diese Lasten - wie bereits gesagt - nicht nach Einzelposten rechtlich fixiert waren, konnten diese Forderungen durchaus willkürlich gehandhabt werden. Weil keine Einsicht in die Bücher gewährt wurde, lag die Vermutung nahe, dass diese Zahlungen auch für die luxuriöse Hofhaltung verschwendet wurden. Das hatte die Menschen besonders wütend gemacht.

Now the Princely Rent Office on the east side of the castle was the object of their aggression. The manorial land registers were deposited there, in which the taxes paid to the estate were shown, which had to be paid in addition to the state taxes. Since these burdens - as already mentioned - were not legally fixed on an individual basis, these demands could be handled arbitrarily. Because no access to the books was permitted, it was reasonable to assume that these payments were also wasted on the luxurious royal household. This made people particularly angry.

 

Zu den Randalieren gesellten sich in der Zwischenzeit noch viele Neugierige und Schaulustige, die Meisten davon waren Sympathisanten. Und so zog wieder eine große Meute eilends, lautstark und furchterregend den Schlossberg hinauf, wo sie im DomänenKanzlei-Gebäude, dem Fürstlichen Rentamt, die Hauptursache ihres Übels sahen. Als sie fast außer Atem oben angekommen waren, vor dem Gebäude standen und zur großen Enttäuschung feststellen mussten, dass Gessler ihnen möglicherweise wieder entwischt war, machten die einen zwar lange Gesichter, die anderen aber gerieten mächtig in Rage, und zwar so, dass sie jetzt ihrer Stinkwut freien Lauf ließen

In the meantime, many curious people and onlookers joined the rioters, most of whom were sympathizers. And so a large mob again rushed, loudly and fearfully up the Schlossberg, where they saw the main cause of their evil in the Domain Chancellery building, the Princely Rent Office. When they reached the top, almost out of breath, stood in front of the building and discovered, to their great disappointment, that Gessler had possibly escaped from them again, some of them made long faces, but the others became very angry, so much so that they now gave free rein to their madness

 

Als erstes schlugen sie die Tür zum Fürstlichen Rentamt ein, drangen in die Räumlichkeiten ein und warfen alle Akten, die sie vorfanden, auf einen großen Haufen. Ganz im Übereifer, ohne jeden Sinn und Verstand, ist wohl einer auf den dummen Einfall gekommen, die Bücher, Schriftstücke, Belege etc. anzuzünden und dachte dabei nicht an die Folgen. Hier zeigte sich jetzt, wie groß der Alkoholeinfluss war und wie unüberlegt sie gehandelt hatten In nur wenigen Augenblicken griff das Feuer auf die danebenstehenden Einrichtungsgegenstände über, und es dauerte nicht lange, bis das ganze Gebäude in hellen, zum Himmel lodernden Flammen stand. Die Umstehenden gerieten jetzt in einen so großen Freudentaumel, dass sie diejenigen (darunter war vermutlich auch Johann Georg Bauer), die löschen wollten, u.a. den Schultheissen aus Adolzhausen oder einen Bauer aus Rinderfeld gewaltsam davon abhielten. Im Hinblick auf das Unrecht, das die Einwohnerschaft schon jahrelang hinnehmen musste, wäre das alles noch zu verstehen gewesen

First, they broke down the door to the Princely Rent Office, entered the premises and threw all the files they found into a large pile. In complete overzealousness, without any sense or understanding, someone probably came up with the stupid idea of ​​setting fire to the books, documents, receipts, etc. and didn't think about the consequences. This now showed how great the influence of alcohol was and how carelessly they had acted. In just a few moments the fire spread to the furnishings next to it, and it didn't take long until the entire building was in bright flames blazing towards the sky. The bystanders were now in such a state of joy that they forcibly prevented those who wanted to extinguish the fire (among them was probably Johann Georg Bauer), including the mayor from Adolzhausen and a farmer from Rinderfeld. In view of the injustice that the residents had to endure for years, all of this would have been understandable

 

Hätten die Randalierer aber die Unterlagen zum Fenster hinausgeworfen oder sonst wie ins Freie gebracht und dann in Brand gesetzt, dann wäre wahrscheinlich manches anders verlaufen. Sie hätten sich nicht der Brandstiftung schuldig gemacht, aber so war das ja ein schweres Verschulden, für das einige die Konsequenzen auf sich nehmen mussten. So sehr jetzt diese Unruhestifter ihre helle Freude am Abfackeln der verhassten Schriftstücke, Abgabelisten, Briefe, Protokolle, Manuskripte und sonstigen Notizen und Dokumente empfanden, die, wie schon gesagt, vor allem als Beweisunterlagen dienten, nach denen sie der Standesherrschaft noch Abgaben schuldeten, so sehr wurden viele Einwohner drunten im Ort durch den in der stockdunklen Nacht besonders makabren und weithin sichtbaren Feuerschein in Angst und Schrecken versetzt

But if the rioters had thrown the documents out the window or otherwise brought them outside and then set them on fire, things would probably have been different. They were not guilty of arson, but it was a serious offense for which some had to accept the consequences. As much as these troublemakers now took great joy in torching the hated documents, tax lists, letters, minutes, manuscripts and other notes and documents, which, as already mentioned, served primarily as evidence according to which they still owed taxes to the class, so Many residents down in town were terrified by the particularly macabre and widely visible firelight in the pitch black night

 

Einer Frau Lämmle, die etwas wohlbeleibt war, setzte das Ganze so zu, dass sie tot umfiel. 16 Während nun das Domänenkanzlei-Gebäude nach ein oder zwei Stunden völlig niedergebrannt war, und das Feuer nur noch gelegentlich aufflackerte, verzogen sich nach und nach die aufgebrachten Übeltäter und die neugierigen Gaffer.

The whole thing took such a toll on Mrs. Lämmle, who was somewhat overweight, and she dropped dead. 16 While the domain chancellery building was completely burned down after an hour or two, and the fire only flared up occasionally, the angry miscreants and the curious onlookers gradually left.

 

Es mag jetzt wie eine Ironie klingen, wenn ein Lateinkundiger den Hohenloher Wappenspruch “Ex flammis orior“ („Aus den Flammen steige ich auf“) umgeschrieben hat. Nach dem Brand in Niederstetten hieß es „In flammis morior“ („In den Flammen komme ich um“) 17 .

It may sound like irony now that a Latin expert has rewritten the Hohenloh heraldic motto “Ex flammis orior” (“I rise from the flames”). After the fire in Niederstetten it was called “In flammis morior” (“I will die in the flames”) 17.

 

Der Feuerschein war so groß, dass ihn auch Pfarrer Wilhelm Hartlaub im benachbarten Wermutshausen gesehen haben muss. Er hat seinem langjährigen Freund Eduard Mörike in Mergentheim auch ausführlich von diesem Ereignis berichtet. Demgemäss notierte Eduard Mörike unter dem 5.März 1848 in seinem Haushaltungsbüchlein: “Aufstand in Niederstetten. Fürstliche Canzlei abgebrannt: Scheußlicher müssen es die Plünderer in Paris nicht getrieben haben.“ Wie auch der Pfarrer von Niederstetten, Johann Friedrich von Jan18, blieb er - wie viele andere Pfarrer auch - in dieser sehr leidigen Angelegenheit mit Rücksicht auf die Standes- und Patronatsherren zurückhaltend und neutral .

The firelight was so great that Pastor Wilhelm Hartlaub in neighboring Wermutshausen must have also seen it. He also reported this event in detail to his long-time friend Eduard Mörike in Mergentheim. Accordingly, Eduard Mörike noted in his housekeeping booklet on March 5, 1848: “Uprising in Niederstetten. The prince's chancellery burned down: the looters in Paris couldn't have done anything more horrible." Like the priest of Niederstetten, Johann Friedrich von Jan18, he - like many other priests - remained in this very painful matter out of consideration for the nobles and patrons reserved and neutral.

 

Anders erging es dem Kollegen in Ettenhausen bei Bartenstein, der sich in einer Predigt auf die Seite der Fürsten gestellt hatte. Ihm wurden auch die Fenster eingeschlagenen, er musste Anpöbeleien über sich ergehen lassen und sich zuletzt in Sicherheit bringen. 19

The situation was different for his colleague in Ettenhausen near Bartenstein, who had sided with the princes in a sermon. His windows were also broken, he had to endure insults and finally have to flee to safety. 19

 

Als Folge dieses Brandes wurde die Domänenverwaltung nach Bartenstein verlegt. Vom Kanzleigebäude ist heute nur noch der Gebäudeteil mit einem zinnenartigen Mauerabschluss entlang der Gartenbegrenzung übrig geblieben

As a result of this fire, the domain administration was moved to Bartenstein. Today all that remains of the office building is the part of the building with a crenellated wall along the garden boundary

 

Pfarrer Hartlaub schrieb an Eduard Mörike am 9.3.48, dass er am 7.3. in Niederstetten war. „... Dem Fürsten, der bei dem Brand zugegen war, geschah kein Leid, nur half seine Anwesenheit nichts, man trieb vor seinen Augen Spott mit den Löschmitteln....“20 Nach seiner überstürzten Flucht ist Domänenrat Gessler nicht mehr nach Niederstetten zurückgekehrt. Sein Neffe musste sich jetzt um sein Hab und Gut kümmern. Die Haupttäter mussten sich aber im Klaren darüber sein, was in den nächsten Tagen auf sie zukommen würde.

Pastor Hartlaub wrote to Eduard Mörike on March 9, 1948 that he would be there on March 7. was in Niederstetten. “... No harm came to the prince who was present at the fire, but his presence did not help, they mocked him with the extinguishing agents in front of his eyes...”20 After his hasty escape, Domain Councilor Gessler is no longer in Niederstetten returned. His nephew now had to take care of his belongings. However, the main perpetrators had to be aware of what would happen to them in the next few days.

 

Als Johann Georg Bauer lange nach Mitternacht zu Hause eintraf, ist es sogleich zwischen seiner Mutter, seinem älteren Bruder und der jüngeren Schwester zu einer heftigen Auseinandersetzung gekommen. Da die Familie einer Gemeinschaft angehörte, die dem schwäbischen Pietismus nahe stand, ist es völlig unangebracht an Ausschreitungen gegen die Standesherrschaft teilzunehmen, der man schließlich auch eine auskömmliche Existenzgrundlage mit zu verdanken hat. Johann Georg konnte zumindest vorerst keine Bleibe in seinem Elternhaus mehr haben. Wenige Tage danach musste er Niederstetten verlassen. Man gab ihm aber noch ein Darlehen mit auf den Weg.

When Johann Georg Bauer arrived home long after midnight, a heated argument immediately broke out between his mother, his older brother and his younger sister. Since the family belonged to a community that was close to Swabian pietism, it is completely inappropriate to take part in riots against the class rule, to which one ultimately owes a sufficient livelihood. Johann Georg could no longer have a place to stay in his parents' house, at least for the time being. A few days later he had to leave Niederstetten. But he was given a loan along the way.

 

Auch in anderen Orten der Region wurde die Bevölkerung in Aufregung versetzt und auch dort rumorte es in den Köpfen der Menschen. „So war bei der Künzelsauer Bürgerschaft zu hören, man solle - nach Niederstettener Vorbild - das Schloss des Fürsten und das Amtshaus stürmen, um alle Beweisunterlagen für die Herrschaft zu zerstören, der man ja auch Abgaben schuldete.“21

In other places in the region, the population was also excited and there, too, things were rumbling in people's minds. “The citizens of Künzelsau heard that - following the Niederstetten model - they should storm the prince's castle and the office building in order to destroy all evidence of the rule, to which they also owed taxes."21

 

Bei diesem ungewöhnlichen Geschehen verdient die Unbekümmertheit und Unverfrorenheit vieler Bürger hervorgehoben zu werden. In ihrem Handeln legten sie ein großes Selbstbewusstsein und eine erstaunliche Frivolität an den Tag, so dass die Autoritätsgläubigkeit und der Untertanengeist, der seit Jahrhunderten den Alltag der Menschen bestimmt hatte, wie weggeblasen erscheint. Das musste bei der Regierung in Stuttgart, wie auch bei der Standesherrschaft Fassungslosigkeit ausgelöst haben. Hier drängt sich jetzt eine verblüffende Parallele zum Bauernkrieg auf. Am 4.April 1525 stand ein Haufen aufrührerischer Bauern drohend vor Schloss Haltenbergstetten Der Schlossherr Zeisolf von Rosenberg hatte aber schlau gehandelt, indem er diesen Aufständischen Einlass gewährte. „Nachdem sie sich in Speise und Trank gütlich getan, namentlich 6 Fuder Wein (ca. 6000 Liter) ausgetrunken hatten, ließen sie sich am Tag darauf zum Abzug nach Schäftersheim bewegen“.22

In this unusual event, the carefree and insolence of many citizens deserves to be highlighted. In their actions they displayed great self-confidence and astonishing frivolity, so that the belief in authority and the spirit of subjection that had determined people's everyday lives for centuries seemed to have been blown away. This must have caused disbelief in the government in Stuttgart, as well as in the class. An astonishing parallel to the Peasants' War comes to mind here. On April 4, 1525, a bunch of rebellious farmers stood threateningly in front of Wartenbergstetten Castle. However, the castle lord Zeisolf von Rosenberg had acted cleverly by allowing these rebels entry. “After they had feasted on food and drink, especially drinking 6 gallons of wine (approx. 6000 liters), they were persuaded to leave for Schäftersheim the following day.”22

 

Am 5.März 1848, an dem wohl die erste und einzige Rebellion in Hohenlohe und wohl auch die erste im Königreich Württemberg stattgefunden hatte, ging der Zeitabschnitt des Vormärz zu Ende.

On March 5, 1848, on which the first and only rebellion took place in Hohenlohe and probably also the first in the Kingdom of Württemberg, the period of pre-March came to an end.

 

Größere und bedeutendere Ereignisse, welche die Menschen weit mehr bewegten, sollten nur kurze Zeit danach folgen:

Larger and more important events, which moved people far more, were to follow only a short time later:

 

In Berlin gingen am 18.März 1848 einige Tausend Menschen auf die Straße. Es kam zu Barrikadenkämpfen, bei der 97 Demonstranten ihr Leben verloren haben. Das Volk hatte deshalb den preußischen Prinzen Wilhelm „Kartätschenprinzen“ genannt.

In Berlin on March 18, 1848, several thousand people took to the streets. There were barricade battles in which 97 demonstrators lost their lives. The people therefore called the Prussian Prince Wilhelm “Grape Prince”.

 

In München gab es am 20.März 1848 einen Volksaufstand. Der Anstoß dazu war neben der Demokratiebewegung auch die Affäre des Königs Ludwig I. mit der um Jahrzehnte jüngeren und ebenso herrischen wie auch kapriziösen spanischen Tänzerin Lola Montez, die sich sogar dreist in seine Regierungsgeschäfte einmischte.

There was a popular uprising in Munich on March 20, 1848. In addition to the democracy movement, the impetus for this was King Ludwig I's affair with the decades-younger and equally imperious and capricious Spanish dancer Lola Montez, who even brazenly interfered in his government affairs.

 

Am 12.April 1848 inszenierte der Revolutionär und Demokrat Friedrich Hecker, der die Beseitigung des Missverhältnisses zwischen der Schrankenlosigkeit des großen Kapitals und der Not der Arbeiterklasse anstrebte, in Konstanz einen republikanischen Aufstand, der die Eroberung Südwestdeutschlands zum Ziel hatte. Die Erhebung wurde am 20.April 1848 in einem Gefecht bei Kandern (Südbaden) niedergeschlagen.

On April 12, 1848, the revolutionary and democrat Friedrich Hecker, who sought to eliminate the disparity between the unbridled nature of big capital and the plight of the working class, staged a republican uprising in Constance with the aim of conquering southwest Germany. The uprising was suppressed on April 20, 1848 in a battle near Kandern (South Baden).

 

Als Folge davon trat das, was sich in Niederstetten zugetragen hat, ganz schnell in den Hintergrund, so dass es bald der Vergessenheit anheim fiel. Es wurde geradezu verdrängt, weil sich die Mehrheit der Einwohnerschaft der Meinung hingab, der Ort wäre durch diese Handlungsweise etwas in Verruf geraten.23

As a result, what happened in Niederstetten quickly faded into the background and was soon forgotten. It was virtually suppressed because the majority of the residents were of the opinion that this behavior had brought the place into disrepute.23


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